umwelt, technik

Feinstaub-Belastung selbst messen

Die Belastung unserer Luft mit Feinstaub als Ursache für verschiedene Krankheiten ist immer wieder ein Thema in der Öffentlichkeit. Bekannte Beispiele sind der wiederkehrende  Feinstaub-Alarm in Stuttgart, drohende Fahrverbote wegen Feinstaub in deutschen Städten oder Feinstäube in der Umgebung großer Flughäfen, wie dem Frankfurter Flughafen im Rhein-Main-Gebiet.

Den Feinstaub in der Luft kann man mit dem bloßen Auge nicht sehen. Aber man kann ihn messen. Und so entstand an der Universität Stuttgart ein Projekt, dass ein Bürgernetz zur Messung des Feinstaubs hervorgebracht hat. Auf einer Landkarte kann man nun im Internet die Belastung mit Feinstaub an den verschiedenen Standorten der Messstationen erkennen.

Diese Messstationen werden von interessierten Bürgen selbst gebaut. Mit wenigen elektronischen Teilen, etwas Geschick und einer frei zur Verfügung gestellten Software entsteht für wenige Euro eine Messstation für den eigenen Balkon oder Garten. Informationen gibt es frei Haus auf der Projektseite. In verschiedenen Städten gibt es auch gemeinsame Bastelveranstaltungen, bei denen sich Interessierte helfen lassen können.

Feinstaub zu messen ist der erste, wichtige Schritt, das Thema richtig öffentlich zu machen. Was allgemein sichtbar wird, kann dann als Grundlage für Veränderungen herangezogen werden. Ein tolles Umwelt-Projekt – es lohnt sich, mal reinzuschauen!

gesellschaft

Information-Hiding auch beim Busfahrer

Ich fahre nur recht selten mit dem Bus. In der Regel fahre ich Bahn. Doch heute stehe ich nun mal an der Bushaltestelle in Mainz. Und da kommt die Linie 652 auch schon um die Ecke. Seltsam, früher fuhr der nach Nieder-Olm, jetzt steht Oppenheim auf der Anzeigetafel. Also, beim Einsteigen zur Sicherheit erst mal den Fahrer befragen.

Fährt der Bus über Nieder-Olm?“ „Ja, logisch„, brummt der Busfahrer mir entgegen! Logisch!? Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht wirklich. Ich würde sagen, das ist ein klarer Fall von Information-Hiding. Ich schlau, Du dumm? Was ich weiß, verrate ich nicht, dann bin ich unersetzbar! Ich kenne die Zwischenhalte, Du nicht! Und dass sich nur die Endhaltestelle geändert hat, weiß doch wohl jeder, oder?

Auf jedenfall sollte der Kunde (das bin ich) eigentlich einen guten Service bekommen und nicht nur einen blöden Spruch für den Nachhauseweg. Aber eigentlich könnt ihr eure Fahrplaninfomationen aber auch gerne selbst behalten, ich fahre lieber wieder mit der Bahn! Da gibt es Schienen – und die machen keine dummen Sprüche!

geschichte, reise

Nach 40 Jahren – Der Mailänder Dom

Vor ziemlich genau 40 Jahren war ich mit meiner Jahrgangsklasse des Gymnasiums Theresianum in Mainz auf dem Weg nach Italien. Als erste Übernachtung war Mailand vorgesehen.

Wegen der vielen Staus unterwegs und weil sich der Busfahrer kräftig verfahren hatte, kamen wir abends recht spät an. Wir liefen auf den Vorplatz des Domes und mussten feststellen, dass dieser für Besucher schon geschlossen hatte. Natürlich war die Enttäuschung groß, denn am nächsten Tag mussten wir schon früh weiter.

Nun hatte ich am vergangenen Wochenende die Gelegenheit nach 40 Jahren noch einmal nach Mailand zu kommen. Groß und gewaltig steht der Dom (noch immer) in der Stadtmitte. Und er war geöffnet! Ein beeindruckendes Bauwerk! Ich war froh, dass ich nun doch noch die Gelegenheit hatte, die Kirche von innen zu betrachten, wenn ich auch 40 Jahre warten musste.

leben, religion

1. März: Suitbert’s Namenstag

„Die Feier des Namenstages gilt als typisch katholischer Brauch. Der Namenstag ist der Tag im Jahr, an dem der Namenspatron seinen Gedenktag im Heiligenkalender hat, in der Regel ist dies sein Todestag.“, so beschreibt es das Ökumenische Heiligenlexikon. „… Mit dem im Mittelalter anwachsenden Heiligenkult wurden Kinder nach dem Tagesheiligen ihres Geburts- oder Tauftages benannt und damit der Fürsorge ihres Namenspatrons empfohlen, … Der Getaufte erhalte, so glaubte man, die Obhut des Namenspatrons zum Geschenk, …“

Mein Namenspatron Suitbert wurde in der Mitte des 7. Jahrhunderts geboren und wirkte als Mönch und Missionar in England, Friesland, Holland und Westfalen. Er gründete schließlich ein Kloster in der Nähe des heutigen Kaiserswerth. Dort ist er am 1.3.713 gestorben und in einer Kirche bestattet. Seit 810 wird er als Heiliger verehrt.

Wie lebt es sich nun mit dem Namen eines heiligen Namenspatrons!? Nach 55 Jahren kann ich berichten, dass ich mit diesem Vornamen nie das Problem hatte verwechselt zu werden. Egal ob Schule, Berufsleben oder auf irgendeinem Amt: Einen Suitbert gab es nur einmal! Dafür musste ich mir oft zusätzliche Zeit zum Buchstabieren des Namens einplanen 😉 Aber dieses „Alleinstellungsmerkmal“ hat mich auch immer wieder ein wenig stolz gemacht.

Was mich aber rückblickend eine Strecke weit getragen hat, ist die Tatsache, dass es tatsächlich jemanden in der Vergangenheit gab, der auf eine besondere Weise mit mir verbunden schien, weil ich dessen Name ich trage. Nicht im Sinne eines Vorbilds, denn Missionar wollte ich nun wirklich nicht sein. Aber vielleicht doch wie das Heiligenlexikon schreibt, als jemand, der mich ein Stück in seiner Obhut hat.

Neugierig geworden? Über den Hl. Suitbert gibt es weitere Details im Ökumenischen Heiligenlexikon. Über mich hingegen steht mehr in diesem Blog oder aber in meinem Foto-Blog.

bitcoin, kryptowährung, technik, wallet

Bitcoin und Ethereum in der Cloud schürfen

Kryptowährung zu errechnen ist als Selbstbauprojekt sicher recht anspruchsvoll. Aufgrund der benötigten hohen Rechenleistung ergibt sich neben der Hardwareausstattung  automatisch eine hohe Stromrechnung. Es muss also genau berechnet werden, ob die investierten Beträge sich tatsächlich in Form von Bitcoins und Co mit Gewinn ummünzen lassen.

Als mögliche Alternative sind einige Anbieter in der Cloud unterwegs, die verschiedene Verträge zur Erzeugung von Kryptowährung anbieten. Dazu zahlt man einen festen Betrag für einen bestimmten Zeitraum ein und erhält Teile der errechneten Kryptowährung als „Gewinn“ auf das eigene Wallet zurück überwiesen. Der Anbieter verwendet das Geld für Hardware und Energiekosten, zieht ggf. eine Bearbeitungsgebühr ab und gibt dafür etwas an die Kunden zurück.

Ich habe bisher zwei Anbieter angetestet, die ich hier kurz vorstellen möchte. Da wäre zunächst die Firma Genesis-Mining. Dieser Anbieter bietet verschiedene Pläne zum Schürfen von Kryptowährungen, wie Bitcoin oder Litecoin an. Gebucht wird einfach über die Internetseite, bezahlen kann man mit der Kreditkarte. Dann trägt man nur noch die Empfangsadresse des jeweils benutzten Wallets ein und schon kann man auf seine ersten Coins warten. Wer Genesis-Mining selbst testen will, kann mit diesem Gutschein-Code bei seiner Bestellung 3% auf den Rechnungsbetrag sparen: zarTEP

Der zweite Anbieter ist die Firma Tresorio in Metz, Frankreich. Hier werden verschiedene Pläne zur Errechnung der Kryptowährungen ZCash oder Ethereum angeboten. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls mit Kreditkarte. Die errechneten Beträge werden dann in einem gewissen Intervall von Tresorio auf das eigene Wallet übertragen.

Ob sich ein solches Investment lohnt, hängt natürlich davon ab, wie lange der Anbieter tatsächlich seine Rechnerfarm betreiben wird. Garantien gibt es keine und leider haben auch schon einige schwarze Schafe vorgelebt, wie dieses Geschäftsmodell scheitern kann. Das Risiko trägt immer der Kunde, er hofft auf jeden Fall auf eine möglichst lange Laufzeit und möglichst steigende Wechselkurse. Aber man muss ja zunächst einmal keine riesigen Beträge einsetzen und kann sich dem Thema schrittweise nähern.

gesellschaft, grundeinkommen, politik, wirtschaft

Weg frei für ein Grundeinkommen!

In der vergangenen Woche haben sich mit Microsoft-Gründer Bill Gates und Elon Musk, Chef und Gründer von Tesla und SpaceX, zwei weitere bekannte Wirtschaftlenker für die Einführung eines Grundeinkommens oder ähnlicher Komponenten ausgesprochen. Während die Politik bei uns immer noch sehr an alt hergebrachten Modellen verhaftet ist, gehen innovative Denker bereits mit Riesenschritten in Richtung Zukunft voran.

Schaut man sich in Deutschland die Äußerungen zum Thema Grundeinkommen an, hört man zumeist, dass dieses dazu führe, dass die Menschen nicht mehr arbeiten würden. Ich denke, dass diese Sicht nur deshalb herangezogen wird, um eine wichtige grundlegende Diskussion zu beenden, noch bevor sie richtig begonnen hat. Viel richtiger und weit aus nachvollziehbarer ist hingegen die Meinung, dass die meisten Menschen sehr wohl arbeiten und weiter kommen wollen. Und dies ginge dann auf jeden Fall über ein Grundeinkommen hinaus.

Deutlich geworden ist aber auch schon, dass durch den Wegfall eines wirtschaftlichen Zwangs, die Arbeit für die Menschen eine neue Qualität annehmen würde. Viele würden etwas „Sinnvolles“ tun, das für sie selbst und für die Gesellschaft einen höheren Wert und damit auch Nutzen hätte. Burnout und gestresste Arbeitnehmer würden der Vergangenheit angehören und vielleicht würden wir wieder anfangen zu arbeiten, um zu leben und nicht zu leben, um zu arbeiten.

Wo werden die erforderlichen Modelle erarbeitet, die ein zukunftsfähiges Arbeitsmodell für unsere Gesellschaft entwerfen? Welche Partei schafft mit entsprechendem Weitblick die Voraussetzungen dafür, dass eine Finanzierung dieses Modells Realität wird? Die Chancen für eine solche Weiterentwicklung der Gesellschaft gilt es zu ergreifen. Oder wollen wir tatsächlich unseren Enkeln erzählen, dass sie in einem Wirtschaftsmodell leben sollen, dass aus den Kindertagen der Industrialisierung herrührt?

Interessante Ansätze und Pilotfelder hat es schon in einigen Ländern gegeben. Spannend ist zum Beispiel auch die Initiative des Vereins Mein Grundeinkommen e. V.

bitcoin, kryptowährung, wallet

Wallet von exodus.io

Ein Wallet ist die „elektronische Geldbörse“ für die Kryptowährung. Hier werden die Bitcoin und die anderen Währungen aufbewahrt, nachdem man sie erworben hat. Das Wallet kann bei einem Web-Portal liegen, auf dem eigenen PC oder Handy installiert sein oder auch aus Sicherheitsgründen mit einer zusätzlichen Hardware-Komponente gekoppelt werden. Es gibt also viele Varianten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Letztlich verwalten sie aber alle auf verschiedene Weise den Zugriff auf die getätigten Transaktionen und bilden den aktuellen Kassenstand ab. Ein ganz wesentlicher Punkt eines Wallets ist eine Backup-Funktion. Denn wenn das Wallet gelöscht wird, die Festplatte einen Crash erfährt oder das Handy gar gestohlen wird, sind die Bitcoins ohne Backup unwiederbringlich verloren. Wer der ganzen Elektronik nicht traut, kann Teile seines Kryptovermögens auf ein Paper-Wallet auslagern und dieses sicher wegschließen.

Je nach Wallet-Lösung wird der Anwender mit mehr oder weniger Technik konfrontiert. Ein Wallet mit einer benutzerfreundlichen und leicht verständlichen Oberfläche ist die Lösung von exodus.io Hier wird der Anwender mit den wesentlichen Funktionen, wie z. B. Senden und Empfangen von Währungen, versorgt und muss sich um die Technik im Hintergrund keine Gedanken machen. Das Layout und Design der Anwendung ist wirklich sehr eingängig und es macht richtig Spaß die Software zu verwenden.

Das Programm ist für Linux, Windows und MacOS verfügbar. Es erhält im Moment etwa alle zwei Wochen ein neues Update, mit dem neue Funktionen bereitgestellt werden. Erwähnenswert ist auch die sehr rührige Community, in der die beiden Haupt-Entwickler sehr zeitnah Rede und Antwort stehen. Dieses Wallet sollte man sich auf jeden Fall anschauen, es lohnt sich!