gesellschaft, leben, socialmedia

Ich gehe mal in die Firma … nur anders! Barcamp Rhein-Main

Am vergangenen Wochenende fand das 10. Barcamp RheinMain #bcrm18 statt. Veranstalter war der Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V. In diesem Jahr war die R+V Versicherung der Raum-Sponsor der Veranstaltung. Das Barcamp war sehr gut besucht und es gab an den zwei Tagen über hundert verschiedene Sessions! Weiterlesen

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leben, technik, wirtschaft

Mein erstes Mal – GooglePay

Ja, gestern habe ich es zum ersten Mal versucht! In einem kleinen Selbsttest habe ich mich in eine Aldi Süd Filiale in Trier gewagt und ganz spontan an der Kasse mein Smartphone gezückt, um dann mittels GooglePay zu bezahlen. Große Augen bei den in der Schlange hinter mir wartenden Kunden und Fragezeichen in den Augen bei der Kassiererin. Doch, Pieiiippp, und schon war die Sache erledigt. Alle gingen wieder zu den üblichen Handgriffen und Abläufen über. Geschafft! Doch erstmal der Reihe nach …

Zunächst habe ich mir auf meinem Android-Smartphone die GooglePay-App installiert. Beim Einrichten der App kamen dann einige Zusatzfragen zu optionalen Kundenkarten, die ich erst einmal mit nein beantwortet habe. Im nächsten Schritt wurde dann in der N26-App die dort vorhandene Mastercard mit dem GooglePay-Konto verbunden. Und das war’s dann schon! Kurz vor dem Eingang des Supermarktes habe ich dann noch die NFC-Funktion des Smartphones aktiviert.

Der Bezahlvorgang ging also sehr unspektakulär über die Bühne. Lediglich der Bildschirm des Smartphones musste bei dem Einkaufsbetrag von unter € 25.- eingeschaltet sein (entsperrt bei mehr als € 25.-) Nachdem das Smartphone neben das Kassenterminal gehalten worden war, gingen unmittelbar zwei Push-Nachrichten bei mir ein: eine Buchungsmitteilung des N26-Kontos und eine Mitteilung aus dem GooglePay-Konto. Fertig!

Das war also mein erstes Mal Bezahlen mit GooglePay! Was ist daran besonderes? Ja, es war einfach! Kein Bargeld oder eine Karte aus der Tasche fummeln. Keine Unterschrift, keine PIN-Nummern-Eingabe. Einfach nur dranhalten und erledigt! Aber die Daten zum Einkauf sind jetzt eben auch bei Google. Bisher habe ich Kundenkarten, wie Payback, aus Datensammelgründen gemieden. Und jetzt sollen sie an Google weitergegeben werden!? Mal sehen, was man in der nächsten Zeit dazu noch erfahren wird.

Ich habe es auf jeden Fall mal ausprobiert. Es war bequem und einfach. Was habt ihr für Erfahrungen mit GooglePay gemacht!?

socialmedia, technik

Willkommen im Fediverse!

In den Zeiten der DSGVO stellt sich die Frage nach den eigenen Daten in den sozialen Netzwerken wieder ganz besonders stark. Aber gibt es denn Alternativen zu Facebook und Co.? So bin ich kürzlich über einen Artikel des Vereins Digitalcourage e.V. gestolpert, der das Thema aufgreift. Unter dem Oberbegriff „Fediverse“ sind in den letzten Jahren brauchbare Alternativnetzwerke entstanden, die nun mit einer verstärkten Kopplung untereinander aufwarten. Dies hat den großen Vorteil, dass die ggf. kleine Nutzerzahl eines einzelnen solchen Netzwerkes mithilfe eines „Connectors“ zu anderen Netzwerken erweitert wird!

Mastodon anstatt Twitter

Um das Fediverse auch in der Praxis kennenzulernen, habe ich mich an einen Selbstversuch herangewagt. Zunächst habe ich mir den Twitter-Klon „Mastodon“ angeschaut. Es handelt sich um ein verteiltes System, d.h. es gibt keine zentrale Instanz, sondern viele kleine Server, die untereinander vernetzt sind. Die Daten bleiben so in Nutzerhand. Man kann sich selbst einen solchen Server einrichten und in das Netzwerk integrieren. Schnell war mir aber klar, dass meine IT-Kenntnisse hierfür nicht ausreichen würden. So habe ich mir einen der vielen öffentlich zugänglichen Server ausgesucht und mich dort angemeldet.

Mein Mastodon-Account ist nun schon einige Zeit in Betrieb. Ich habe mich schnell in der Bedienung zurechtgefunden. Menschen zum persönlichen Austausch lassen sich schnell finden. In der Zwischenzeit habe ich meinen Twitter-Account mit dem Mastodon-Netzwerk verknüpft. Dies führt zu einer lebhafteren Kommunikation über die Grenzen der Netzwerke hinaus.

friendica anstelle von Facebook

Als nächsten Schritt habe ich mit der Facebook-Alternative „friendica“ beschäftigt. Auch hier handelt es sich um eine verteilte Serverstruktur. Man kann seine eigene friendica-Instanz als privaten Server betreiben oder aber sie der Öffentlichkeit zur Nutzung anbieten. Da die Installationsanleitung des Systems mir einigermaßen verständlich erschien, habe ich es einfach mal versucht. Da manche Details für mich nicht ausreichend klar formuliert waren, bin ich erst ein paarmal gescheitert. Es waren also mehrere Anläufe nötig. Meinen angepassten Installationsverlauf beschreibe ich in einem weiteren Blogartikel.

Schließlich lief mein Facebook-Klon einwandfrei. Auf meiner friendica-Seite können sich nun weitere Nutzer anmelden. Über meine Instanz hinaus, besteht die Möglichkeit, auf das weltweite Netz der friendica-Nutzer zuzugreifen. Mittels Konnektoren kann man auch in diesem Netzwerk fremde Inhalte einbinden. Hier bind ich im Moment ebenfalls Twitter mit ein.

Ich bin gespannt, wie sich die Kommunikation in meinem Teil des Fediverse entwickelt. Über neue Kontakte in Mastodon und friendica würde ich mich natürlich immer sehr freuen!

technik

PC ohne Meltdown und Spectre

Einen PC ohne Meltdown und Spectre – frei von den beiden Lücken in der Sicherheitsarchitektur der Prozessoren – doch woher nehmen!? Laut der Information der Hersteller Intel, AMD und ARM sind fast alle gängigen Prozessor-Modelle der letzten Jahre betroffen. Der PC-Benutzer hat also kaum eine vernünftige Wahl. Selbst wenn man sich „aus Sicherheitsgründen“ für den Neukauf eines anderen (nicht betroffenen) Rechners entscheiden wollte, findet man nur schwer einen brauchbaren Ersatz.

RaspberryPi3 mit Prozessor ARM Cortex-A53

Sind wirklich alle Rechner betroffen!? Ich konnte es einfach nicht glauben und habe mich daher auf die Suche gemacht! Und tatsächlich, nach einer langen Recherche im Internet, hatte ich ihn gefunden, den Prozessor ohne dieses Problem: ARM Cortex-A53! Verbaut wird dieser Prozessor u.a. im kleinen Mini-Rechner RaspberryPi3 – ein bei Bastlern, Makern und Tüftlern bekannter Einplatinen-Computer für vielfältige Technik- und Programmier-Projekte.

RaspberryPi3 als Desktop

Doch einen RaspberryPi3 als Desktop verwenden!? Geht das überhaupt!? Wieder folgte ein umfangreiches Suchen im Internet und dann war mir das mögliche Szenario klar. Der Ersatz-PC würde sicher nicht für anspruchsvollen Rechenaufgaben, wie Bildbearbeitung a la Photoshop oder Videoschnitt funktionieren. Aber ein sicheres Surfen im Internet, Internetbanking oder die Bearbeitung des Mailverkehrs sollten auf jeden Fall möglich sein. Und das ohne die Angst vor Datenklau über Meltdown und Spectre!

RaspberryPi3 als Desktop (Suitbert Monz)

PC ohne Meltdown und Spectre

Man muss sich nur eine der vielen RaspberryPi-Desktop-Varianten auswählen. Etwas Bastelei gehört dabei dazu. Aber man findet viel Unterstützung im Netz. Auch fertige Varianten, die den eigenen Aufwand reduzieren helfen, finden sich: So habe ich die Bauvorschläge von element14 und von WDLabs ausprobiert. Mit beiden Lösungen hat man innerhalb einer Stunde einen voll funktionsfähigen Desktop-Rechner am Start. Und das ohne Meltdown und Spectre! Na also, geht doch!

bitcoin, gesellschaft, kryptowährung, wallet

Einstieg in Kryptowährungen – Mein Jahresrückblick

Mein Einstieg in Kryptowährungen, mein Jahresrückblick – mein ganz persönlicher Weg in ein neues und interessantes Thema. Schritt für Schritt habe ich mich im Jahr 2017 mit Bitcoin, Ethereum & Co beschäftigt. Vieles habe ich mir angelesen und gelernt. Dann aber auch praktisch ausprobiert und Erfahrungen gesammelt. Blockchains, Wallets, Handelsbörsen, Trades, Forks, ICOs und zahllose verschiedene Altcoins sind mir dabei begegnet. In diesem Blogartikel berichte ich darüber, wie ich vorgegangen bin.

Meine ersten Bitcoins kaufen

Nach viel Theorie-Studium zu Beginn wollte ich natürlich endlich auch praktisch loslegen. Um nicht gleich die Familienkasse zu verzocken, habe ich mir zunächst einen niedrigen, aber festen Betrag für dieses Unterfangen als Obergrenze gesetzt. Im Internet findet man viele Plattformen, die Bitcoins zum Kauf anbieten. Aber was ist hier wirklich seriös und legal?

Ich habe mich für folgenden Weg entschieden: Zuerst wurde ein Konto bei der Internetbank Fidor Bank in München eingerichtet. Fidor kooperiert mit der deutschen Website bitcoin.de, die einen Bitcoin-Handelsplatz anbietet. Bei bitcoin.de kann man sehr einfach auf eines der vielen Verkaufsangebote setzen. Mithilfe des Fidor Kontos wird die Bezahlung in Euro erledigt und schon hat man seine erste Kryptowährung gekauft! Aufgrund des hohen Bitcoin-Preises habe ich mich erstmal mit einem Bruchteil eines ganzen Bitcoin zufrieden gegeben 😉

Wallet – die Geldbörse für das Kryptogeld

Wohin jetzt mit dem neuen Geld!? So einfach, wie bei Euro-Münzen oder -Scheinen ist es bei der Kryptowährung nicht. Das virtuelle Geld muss in ein sogenanntes „Wallet“, ein „elektronisches Portemonnaie“. Hier hat man die Qual der Wahl: ein Wallet auf der Handelsplattform, Software-Wallet auf dem PC oder Smartphone oder spezielle Wallet-Web-Anbieter. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile. Ein ganz wesentlicher Faktor ist dabei die Sicherheit der Daten. Denn wenn die Wallet-Daten gelöscht werden, verloren gehen oder anderweitig abhandenkommen, ist das Kryptogeld für immer verschwunden! Eine Möglichkeit die Wallet-Daten zu sichern, bieten sogenannte Hardware-Wallets, wie z.B. Trezor oder Ledger oder ein einfaches Paper-Wallet.

Als Mittelweg habe ich mich für das Multiwährungs-Wallet von exodus.io entschieden, das eine sehr hohen Bedienkomfort bietet. Neben der Aufbewahrung der Kryptowährungen kann man hiermit auch Währungen untereinander umtauschen.

Mit Kryptowährung handeln

Jetzt liegen die Coins also im Wallet, aber was fange ich nun damit an!? Eine Möglichkeit ist der Handel mit verschiedenen Währungen. Dazu habe ich wieder viel gelesen und unterschiedliche Konzepte von Kryptowährungen kennen gelernt. Einige Projekte und Ideen klingen vielversprechend und interessant. Und so habe ich dann Teile meiner Bitcoins in andere Währungen umgetauscht und auf ein Steigen des Kurses gehofft. Wer schon mal mit Aktien gearbeitet hat, wird sich hier schnell wiederfinden.

Spannend ist auch die Weitergabe von Bitcoins in sogenannte ICOs. Hier wird für eine neue Geschäftsidee Geld gesammelt. Funktioniert die Idee, kann es später hohe Gewinnbeteiligungen geben. Das Ganze ist aber extrem spekulativ und auch nicht frei von einigen dubiosen Teilnehmern. Also habe ich da lieber mal die Finger davongelassen!

Bitcoin herstellen – Mining

Kryptowährungen entstehen durch Rechenvorgänge auf Computern. Was liegt also näher, als solche Währungen selbst zu erzeugen!? Zunächst einmal braucht es entsprechendes Know-how, die Rechen-Hardware und -Software und den Strom, um diese Rechner zu betreiben. Diesen Aufwand muss man gegen die erzeugten digitalen Münzen gegenrechnen. Da sich nicht jeder diesen Aufwand leisten kann und will, gibt es in der Zwischenzeit einige Firmen, die diese Tätigkeit als „Dienstleistung“ anbieten. Gegen einen festen einmaligen Betrag „mietet“ man einen Bruchteil an Rechenleistung und erhält anteilig die erzeugten Kryptowährungen ausgezahlt.

Das ist natürlich ein gewisses Glückspiel, da die Frage, ob sich dieses Modell lohnt, stark von der Kursentwicklung abhängt. Steigen die Kurse für das virtuelle Geld, ist der ausgegebene Betrag schnell wieder eingenommen. Und vielleicht auch noch ein wenig mehr! Auch hier habe ich diese Variante einfach mal ausprobiert und etwas Rechenleistung bei den Firmen Genesis-Mining und Tresorio eingekauft. Seit diesem Zeitpunkt tröpfeln nun in Kleinstbeträgen die Coins in mein Wallet. Ob das irgendwann mal lohnend ist, muss ich abwarten. Interessant ist das Thema allemal.

Meine Bitcoins und das Finanzamt

Ja, zum Ende eines jeden Jahres beschäftigt auch mich die Frage der Steuern. Und natürlich wird auch ein Gewinn aus Kryptowährungen irgendwie jenseits eines Freibetrags zu versteuern sein. Mein Unbehagen in diesem Punkt, hat sich nach meiner Entdeckung der Seite cointracking.info wieder gelegt. Hier kann ich meine aus den verschiedenen verwendeten Plattformen exportierten Transaktionsdaten (csv-Dateien) importieren und nach allen Regeln der Kunst auswerten und analysieren lassen. Zum Ende des Jahres wird dann die vom Finanzamt geforderte FIFO-Betrachtung durchgeführt (first-in-first-out). So erhält man eine genaue Übersicht, welcher Anteil der Coins versteuert werden muss und welcher nicht. Das ist genau die Art von Auswertung, die ich gesucht hatte!

Meine Erfahrungen und ein Ausblick

Um mit Kryptowährungen reich zu werden, habe ich den richtigen Einstiegszeitpunkt verpasst! Da hätte ich ein paar Jahre früher anfangen müssen oder heute hohe Summen investieren müssen, die aber nicht zur Verfügung stehen.

Aber auch ohne diesen Aspekt konnte ich mit einem sehr geringen Einsatz viele interessante Themen, Mechanismen und Techniken kennen lernen. Von daher hat sich die Beschäftigung mit Kryptowährungen für mich in 2017 auf jedenfalls gelohnt! Blockchain & Co werden zukünftig sicher viele Bereiche, nicht nur die Finanzwelt, revolutionieren, sodass es mir wichtig ist, sich früh damit beschäftigt zu haben.

Schaut man nach den Ideen der „Gründerväter“ der Kryptowährungen findet man hier und da den Gedanken der Re-Demokratisierung des Geldwesens. So bringt die prinzipielle Struktur dieser Währungen eine generelle Unabhängigkeit von zentralen Instanzen mit sich. Das könnte, wenn man es sinnvoll im Sinne des Gemeinwohls einsetzt, viele neue, vielversprechende Ansätze für die Gesellschaft der Zukunft mit sich bringen. Als zwei Beispiele von vielen anderen seien hier nur mal die Ideen von humaniq.com oder fair-coin.org genannt.

Ich würde mir wünschen, dass die Diskussion zu Kryptowährungen sich mehr in diese Richtung entwickelt und Lösungen für eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschafts- und Werteordnung hervorbringt. Dann können wir uns auch die Diskussionen um Blasenbildung, Investitionsgewinne und Spekulationen sparen. Denn das hatten wir ja nun schon – und das hat die Gesellschaft nicht sehr viel weitergebracht!

Haben Sie schon den Einstieg in Kryptowährungen gewagt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

gesellschaft, grundeinkommen, politik

#BTW2017 – Was soll ich wählen!?

Bis zur Bundestagswahl ist es nicht mehr weit. #BTW2017 – wir haben im Fernsehen das #TVDuell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz erlebt und den #Fünfkampf zwischen den Vertretern der kleinen Parteien. Auf Youtube gab es mit #DeineWahl einige Interviews von bekannten Youtubern, die Politikvertreter mit Fragen der Internetnutzer löcherten.

Doch hat das wirklich geholfen, Klarheit in die geplante Politik für die Zukunft dieser Parteien zu bringen? Bei mir ist vom Duell Merkel / Schulz der Eindruck eines alten Ehepaars geblieben, dass sich nicht richtig weh tun will und eigentlich mit dem gemeinsamen Leben (GroKo) ja ganz zufrieden war. Die Themen der Zukunft fanden dabei in dem Disput eigentlich nur am Rande noch Beachtung.

Die Runde der fünf kleinen Parteien war da schon deutlich abwechslungsreicher. Klar gezeigt hat sich mir wieder, wie verpeilt die AfD daher kommt (hat mich aber auch nicht überrascht). Warum die CSU hier vertreten war, hat sich mir leider nicht erschlossen, das sie ja eigentlich auf Bundesebene mit der CDU gemeinsam auftritt. DIE LINKE und Die Grünen zeigten in ihren jeweiligen Kernthemen Soziales bzw. Umwelt eigentlich ganz vernünftige Ansätze. Wenn es aber außerhalb dieser Schwerpunkte geht, komme ich sofort in Grübeln. Die FDP ist gleich Lindner. Das habe ich jetzt gelernt. Aber sonst? Für mich war das mehr eine Aneinanderreihung von Themen als Worthülsen, immerhin – zumeist von Zukunftsthemen. Einen Thermomix kaufe ich jetzt aber trotzdem nicht!

Also was nun!? Nur das Bündnis Grundeinkommen bringt tatsächlich eine grundlegend neue Idee für die Zukunft mit. Natürlich ist ein Grundeinkommen für Deutschland kein Allheilmittel. Aber ein Ansatz, der viele wichtige Themen unseres Sozialstaates neu und zukunftsträchtig ausrichten würde! Damit wäre die Zweitstimme also schon mal vergeben. Zur Erststimme muss ich nochmal in mich gehen!? Hat jemand eine gute Empfehlung?

 

 

politik, rheinhessen, umwelt

Landratswahl 2017 Mainz-Bingen

Am Sonntag, den 11.6.2017 findet die Landratswahl 2017 im Landkreis Mainz-Bingen statt. Nach einem in meinen Augen sehr trägen „Wahlkampf“, stehen den Wählern vier KandidatenInnen zu Auswahl. Zur Nachfolge von Landrat Claus Schick sind dies: Dorothea Schäfer (CDU), Professor Dr. Salvatore Barbaro (SPD), Irene Alt (Bündnis 90/Die Grünen) und Moritz Mergen (FDP).

Natürlich treibt mich auch in diesem Zusammenhang das Thema Fluglärm in Rheinhessen um. Denn schließlich sollen ja unsere politischen Vertreter, die Themen der Menschen in ihrer Region voranbringen. Da passt eine Anfrage der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen e.V. sehr gut. Der Verein hatte den Kandidaten acht Fragen gestellt und sie nach dem beabsichtigten Engagement in den jeweiligen Punkten befragt. Mit der jeweils erbetenen klaren Aussage (ja / nein) sollte so ein kleiner Maßstab für die Bestimmung des richtigen Kandidaten in diesem Thema entstehen. Dies waren die Fragen:

  1. Schaffung von nächtlicher Ruhe durch ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.
  2. Verringerung der Flugbewegungen bis auf 380.000 im Jahr.
  3. Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastungen für die Bürgerrinnen und Bürger.
  4. Verursachergerechte Zuordnung von Kosten auf die Luftverkehrsindustrie und Stopp der Subventionen.
  5. Stopp der Billigflugangebote am Frankfurter Flughafen (RyanAir, etc.).
  6. Kein weiterer Ausbau des Frankfurter Flughafens und weiterer Flughäfen in der Region.
  7. Ablehnung von CETA und TTIP in der jetzigen Fassung.
  8. Ich sichere zu, dass ich mich als Abgeordnete/r nachprüfbar für eine Abnahme des Fluglärms einsetzen werde.

Das Ergebnis ist ebenso klar wie ernüchternd. Auf der Internetseite des Vereins kann man die Antwortenübersicht der Kandidaten einsehen. Danach unterstützt nur Frau Irene Alt (Bündnis 90/Die Grünen) die vorgebrachten Forderungen vorbehaltslos. Bei Frau Dorothea Schäfer (CDU) ist nur ansatzweise eine Positionierung in Richtung Fluglärmreduzierung erkennbar. Nach Aussage des Vereins war Herrn Professor Dr. Salvatore Barbaro (SPD) eine klare Beantwortung (ja/nein) in diesen Themen nicht möglich und die Antwort von Herrn Moritz Mergen (FDP) steht wohl noch aus.

Schade eigentlich! Ich hätte mir mehr Klarheit gewünscht, um am Sonntag zumindest in diesem Punkt einigermaßen „richtig“ abstimmen zu können. Da helfen mir weder Wirtschaftshörigkeit der Kandidaten, noch unklare oder gar nicht geäußerte Ansichten. Nein, ich gehe nicht mehr davon aus, dass ein vor einer Wahl von Politikern geäußertes Programm hinterher auch so umgesetzt wird, aber es wäre zumindest eine kleine Richtungsaussage gewesen.

Was also bleibt!? Vielleicht gibt es ja doch noch die Hoffnung auf eine/n PolitikerIn, der/die sich auch in den genannten Themen für die Wähler in der Region einsetzt – für deren Gesundheit und für eine lebenswerte Region!